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Metaltubbie
Mitglied seit 29.05.07
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12.08.2007 um 17:56 Uhr
Die Parkleitung hatte zu einer Pressekonferenz geladen. Hier der Bericht der "UK Today" dazu:
Tubbieland und Cemetery World arbeiten zusammen
Auf einer außergewöhnlichen Pressekonferenz wurde der Weltpresse mitgeteilt, daß die beiden weltweit größten Freizeitparks miteinander kooperieren. Hier dazu der Bericht unser (poetischen) Mitarbeiterin Tanja Hahmann:
Es war später Nachmittag, als ich von der Autobahn abbog, die Zivilisation quasi hinter mir ließ und auf einen der vielen Feldwege fuhr, die sich durch das Dartmoor ziehen. Es fing an dunkel zu werden und dichter Nebel behinderte die Sicht, so daß es durchaus nicht ungefährlich war die dortigen Brücken aus schwarzen dünnen Granitplatten ohne Geländer zu überfahren. Nachdem ich mich ein paar mal in dieser traurigen Moorlandschaft verfahren hatte, erreichte ich mein Ziel (manchen männlichen Kollegen erging es noch schlimmer, sie kamen gar nicht erst dort an).
Vor mir ragten zwei große alte Steintürme in den dunklen Himmel, ihr Ende war wegen des Nebels nicht zu sehen. Drumherum war ein altes, aus Stein gebautes Schloß, ringsherum mit Mauern umgeben und auf einem Hügel gelegen. Ich parkte wie die anderen im Hof und ging den ausgelegten roten Teppich zum Haupteingang. Rechts und links vom Teppich flackerten in den Boden gesteckte Fackeln, welche bei den ganzen Vorsprüngen des Gebäudes für unheimliche bewegende Schatten sorgten.
An der Tür hieß mich ein Butler willkommen, der mir die örtlichen Begebenheiten und den Ablauf des Abends erklärte. Auf seine Einladung hin ging ich erstmal an die Bar und bekam etwas zu trinken.
Die große Eingangshalle, in der ich nun mit allen Kollegen wartete, war erhellt mit hunderten kleinen Kerzen die überall verteilt in kleinen Wandnischen aufgestellt waren. Über dem ganzen hing ein großer Kristalleuchter, in dem sich die ganzen Kerzenflammen spiegelten. Man diskutierte und philosophierte, was einen wohl erwarten würde, bis ein Gong ertönte und der Butler die Anwesenden bat, ihm zu folgen. Über zwei rechts und links an der Wand gelegene bogenförmige Treppen ging es in den ersten Stock. Dort öffnete der Butler eine große Holztür, welche nun den Blick auf einen gemütlichen Ballsaal freigab. Von den Wänden hingen rote Stoffbahnen, am Ende des Raumes war ein Podest und der Rest war gefüllt mit kleinen runden Tischen wo je ca. 6-8 Personen Platz hatten. Auf den Tischen waren bunte Karaffen mit Wasser und Rotwein. Aufgestellt in einer Reihe begrüßten uns etwa ein Dutzend Kellner und Kellnerinnen, welche erklärten, daß das Abendessen bereit sei.
Alle vier Gänge des Essen zu beschreiben ginge zu weit, es sei aber erwähnt das es (zum Glück) jenseits der üblichen englischen Küche war und absolut deliziös. Nur ein jaulender Hund, der laut einem Kellner bereits seit Mitte des 18.Jahrhunderts sein Unwesen treibt und trotz anders lautender Berichte immer noch nicht tot sei, störte etwas das sonst perfekte Umfeld.
Als die Kellner den Nachtisch abgeräumt hatten, betrat ein junger Mann die Bühne. Hier sind Auszüge seiner Rede:
"Sehr verehrte Presse, liebe Gäste,
mein Name ist Metaltubbie und ich bin der Parkmanager des englischen Freizeitparks 'Tubbieland'. Ich heiße sie herzlich willkommen in diesen alten Gemäuern und hoffe, daß Essen hat Ihnen geschmeckt.
Wie sie bereits Ihrer Einladung entnehmen konnten gehört dieses alte Schloß 'BornDead', dem Manager des australischen Freizeitparks 'Cemetery World'. Dieser ist heute abend nicht hier und lässt sich entschuldigen; aber Ihnen von der Presse dürfte es durchaus bekannt sein, daß er sich nur sehr selten öffentlich zeigt und somit sein Nichterscheinen nicht sonderlich verwundern. (...)
Im Namen von 'BornDead' und mir möchte ich mitteilen, daß beide Parks eine umfassende Kooperation eingegangen sind. Jeder wurde Teilinvestor beim anderen Park, man wird sich in strukturellen wie finanziellen Dingen ausgiebig beraten.
Wir werden uns effektiv ergänzen, da unsere Parks ja verschiedene Besuchergruppen ansprechen. Während das Tubbieland ja eher für die Kleinen gedacht ist, sind die Attraktionen in Cemetery World..."
An dieser Stelle öffnete sich links hinter der Bühne eine Tür und eine Person, die dem letzten bekannten Foto von BornDead ähnelte, ging zombieähnlich in Richtung Rednerpult. Metaltubbie zog blitzschnell unter seinem Podest eine Waffe hervor, zielte und schoss der sich nähernden Person genau in den Kopf. Blut spritzte aus dem Hinterkopf während sie zu Boden fiel. Dann ging das Licht aus.
Noch ehe das Gemurmel unter meinen Kollegen lauter wurde, ward es wieder hell und die getroffene Person war weg.
Ungläubiges Staunen machte sich breit und verstärkte sich, als durch eine Tür rechts hinter der Bühne die gleiche Person wie eben durchkam. Metaltubbie pfiff laut und ein Kellner brachte ihm eine Motorsäge mit der er auf die erneute Person losging. Die Motorsäge heulte auf und es erlosch wieder das Licht, so daß man das folgende nicht sehen, sondern nur hören konnte.
Nach einer Minute wurde es wieder hell und nichts war zu sehen. Metaltubbie beruhigte die Gäste und versprach Aufklärung. Als sich die Presse wieder hingesetzt hatte, erklärte er, daß die eine Demonstration gewesen wäre. Es handele sich um nahezu lebensechte Roboter, die als Animatronics in den nächsten Jahren in beiden Parks eingesetzt werden und so das Erlebnis bei bestimmten Attraktion auf ein neues Level bringen würden.
Desweiteren sollte man gespannt sein, was sich diese beiden Parks noch so einfallen ließen.
Es setzte leise klassische Musik ein, er ging von der Bühne und verließ den Saal.
Nachfragen konnten keine gestellt werden, so waren die Hauptthemen des weiteren Abends (es wurden weiter Getränke gereicht) die Fragen, die nicht beantwortet wurden:
Manche meinten, BornDead hätte gar nicht da sein können, da er und Metaltubbie ein und dieselbe Person ist. Wer dann allerdings wessen Alter Ego sein soll, ist völlig unklar.
Man sprach von einem dritten Park, der bereits erfolgreich zum größten Park seines Landes gewachsen ist, ja sogar von einem weltumfassenden Netzwerk von Parks, um die Weltherrschaft an sich zu reißen. Der Kollege, der dies meinte, hatte jedoch schon offensichtlich mehr als ein Glas des guten Weins getrunken.
So endete ein schöner Abend mit wenig Informationen, aber er war es allemal wert!
Weiter berichtende Grüße
Ihre Tanja H.
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