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Beitrags-Autor GP Park

Mitglied seit 01.01.70

12.06.2007 um 17:56 Uhr

Stern
Ausgabe Nr. 4 am 24.6.1967

[...] Klaus Müller (Reporter des Sterns) hatte ein Interessantes Interview mit Michael Sprengel, Leiter des GP Parks.

K. Müller: Herr Sprengel. Nun gehen sie mit ihrem Gastronomie Betrieb „GP Park“ in die vierte Runde und wir Fragen uns, wie sind sie denn zu der Idee gekommen nach Südafrika zu gehen und hier ein Freizeitpark zu eröffnen.

M. Sprengel: Och ich saß mit meinem Freund am Pokertisch und wir pokerten. Ich muss zugeben dass ich nicht gerade der Beste bin. Nun pokerten wir halt und auf einmal hatte mein Freund ein „Full House“ und ich nur ein Pärchen. Er hat mir mein ganzes Geld abgeknüpft. Aber ich musste ja von was Leben, da kam mir die Idee. Ich schließe mit ihm eine Wette ab. Mein eigentliches Ziel war einen Monat zu überspringen, denn ich war pleite und mein Lohn (Kaufmann) würde erst in einem Monat kommen. Also schloss ich mit ihm eine Wette ab, aber einen Hacken hatte die Sache, denn er durfte Entscheiden was ich machen muss und wo. Ich dachte ich müsste vielleicht fünf Bier in einer halben Minute wegtrinken, aber es kam ganz anders [*Michael Sprengel musste in diesem Moment lachen*]
Er meinte auf einmal: „Michael, mein Freund. Ich habe eine gute Idee. Du kriegst das Geld sofort, aber dafür muss du in Südafrika einen Freizeitpark eröffnen.“
Mir blieb die Spucke im Halse stecken als er mir das sagte. Ich dachte er würde scherzen, doch ich merkte nach einigen Sekunden, dass er es ernst meinte. Ich musste einwilligen und eine Woche später flog ich nach Südafrika. Zuvor wusste ich noch nicht mal, was für eine Währung in Südafrika gehandhabt wird. Mit nur 400.000 Euro musste ich tatsächlich einen Freizeitpark eröffnen und naja sie sehen selbst was daraus geworden ist. Ich wette hält bis Heute noch an, aber mein Freund muss langsam anerkennen das ich die Wette gewonnen habe. Er hat mir gesagt, er will nächste Woche hier her fliegen und mir erstmal einen Kasten deutsches Bier mitnehmen.

K. Müller: „Nun ja … aber sie waren zuvor ein Kaufmann. Wie haben sie es geschafft das Geschäft so schnell zu wechseln.

M. Sprengel: Eigentlich habe ich Management studiert, danach erst habe ich die Universität gewechselt und bin dann ins Kaufmännische gewechselt. Also war Freizeitpark Besitzer wie für mich geschaffen.

K. Müller: Sie sagten dass sie Pleite waren, als sie beim Poker verloren haben. Soll das heißen, dass sie eigentlich immer Probleme hatten oder waren sie Wohlhabend und nur in dieser Zeit pleite.

M. Sprengel: Ich war zur dieser Zeit pleite, denn ich habe nicht nur Geld verloren zuvor haben wir unsere Wohnung renoviert und da ging viel Geld um die Ecke.

K. Müller: Danke Herr Sprengel das sie Zeit für uns hatten. In der nächsten Ausgabe des Sterns werden wir wieder ein Interview mit ihnen Führen, dann aber spezifisch auf ihren Freizeitpark.

M. Sprengel: Hat mich sehr gefreut und freu mich schon jetzt auf das nächste Interview in einer Woche. Da werde ich ihnen auch die Pläne des Parks für die nächsten Jahre sagen.

K. Müller : Da freuen wir uns schon jetzt

Mitglied seit 01.01.70

13.06.2007 um 17:03 Uhr

Stern
Ausgabe Nr. 5 am 1.7.1967

[…] In unserer letzten Ausgaben haben wir mit Michael Sprengel, Leiter des GP Parks, geredet. Nun führen wir ein weiteres Gespräch[…]

K. Müller: Herr Sprengel. Gut das sie wieder bei uns sind … Sie sagten dass sie heute einiges über ihren Park sagen möchten

M. Sprengel: Ja das stimmt. Ich werde den Lesern gerne einiges über den Freizeitpark sagen und ich wette einige Kollegen anderer Parks lesen gerne mit [*Michael Sprengel lächelt*]

K. Müller: Was haben sie den für uns in diesem Jahr?

M. Sprengel: Ich habe mit dem Parkdesigner und dem Architekten eine kleine Überraschung für die Leute, die gerne Fotos schießen. In diesem Jahr erwartet die Gäste „Monster Wheel“ ein Riesenrad mit einer höhe von 32 m. Dieser Turm soll vor allem Fotografen gefallen, da man von diesem Riesenrad alle Attraktionen sehen kann und wunder schöne Fotos entstehen, wenn man im Richtigen Moment knippst.

K. Müller: Haben sie noch eine andere Neuheit?

M. Sprengel: Leider muss ich sie enttäuschen und auch die Parkbesucher. Diese Attraktionen vollendet das Angebot für die nächsten 2 Jahre, denn wir möchten gerne in etwas größeres Investieren.

K. Müller: Könnten sie uns sagen in was sie Investieren möchten?

M. Sprengel: Öhm… ja ein bisschen. Ich kann sagen dass wir uns entweder für eine Wasserattraktion entscheiden werden, oder für einen Coaster. Ich persönlich bin für eine Wasserattraktion, aber wir müssen das Angebot den Besuchern anpassen, deswegen werden Momentan Umfragen durchgeführt. Diese Umfragen jedoch werden nicht von den Besuchern selbst bestimmt sondern von Kennern, d.h User von sogenannten Freizeitparks Foren. Sie haben sozusagen die Macht.

K. Müller: Warum lassen sie den die User entscheiden. Sie sind doch der Chef!

M. Sprengel: Natürlich, aber wir möchten eine Aktion starten, die es so noch nie gab. Besucher entscheiden selbst was sie haben wollen. Denn wir bauen den Freizeitpark für die Besucher und nicht für uns. Natürlich müssen wir uns auch anschauen ob wir uns die Attraktion leisten können und ob wir Platz haben, aber im Großen und Ganzen entscheiden die Besucher.

K. Müller: Das hört sich großzügig an. Noch eine Frage zu „Monster Wheel“. Werden dadurch die Eintrittspreise steigen?

M. Sprengel: Auf gar keinem fall! Wir haben noch immer den Preis wie am Anfang. Ich habe die Preise von anderen Parks verglichen und obwohl ich entweder die gleiche Anzahl von Attraktionen oder sogar mehr Attraktionen biete, verlange ich nur 7,00 Euro. Ich finde das es total Ausreicht und es deckt unsere Kosten, sodass wir am Ende des Jahres sogar 800.000 Euro gewinn mache. Ich finde es muss noch längst nicht mehr sein ich will nicht, dass sich die Gäste wie ausgeraubt füllen sondern das sie ein super Erlebnis hatten, wofür sie nur wenig Zahlen. Außerdem will ich das Sozialschwächere Gruppen sich auch mal was gönnen dürfen. Niemand soll ein Außenseiter sein. Ich kenne einige Freunde die gerne irgendwo hinfahren wollten sich dies aber nicht leisten durften. Außerdem will ich alle Gruppen zusammen führen, dass es kein Rassismus mehr gibt. Jeder Mensch ist gleich. Jeder hat ein Herz, jeder hat Organe und jeder hat eine Seele, egal ob Farbig oder nicht. Vor allem denke ich das Südafrika ein Vorbild ist. Hier leben farbige und weiße zusammen, ohne das es Konflikte gibt.

K. Müller: Soll das heißen, dass ihre Preise dauerhaft auf diesem Limit bleiben?

M. Sprengel: Nein leider nicht. Irgendwann müssen wir die Eintrittspreise dann doch erhöhen, da ja jede Attraktion ihre Kosten im Betrieb hat. Außerdem müssen Attraktionen auch gewartet werden und bei steigendem Attraktionsangebot, steigen dann auch die Wartungskosten. Ich glaube nächste Saison müssen wir die Preise um 15 - 50 Cent erhöhen. Jedoch muss man dann auch bedenken, dass wir dadurch bessere Attraktionen uns leisten können.

K. Müller: Welche Pläne haben sie für die nächsten 10 Jahre?

M. Sprengel: Nun ja ich bin noch nicht so ins Thema gegangen, aber einiges habe ich doch vor.

K. Müller: Könnten sie uns einige sagen?

M. Sprengel: Ich wusste das sie mich das fragen. Natürlich kann ich es ihnen sagen. Mein Plan ist eine Art Geldspeicher anzulegen. Jetzt fragen sich einige bestimmt: „Warum nimmt er denn kein Darlehen wenn er was neues bauen will!“ Ich kann ihnen dann nur sagen: „Ja natürlich werde ich einen Darlehen nehmen, aber warum nicht mal aus eigener Kraft etwas finanzieren?" Außerdem könnte ich das gesparte und den Darlehen zusammen setzen und so eine richtig große Investition durchführen. Und wenn mal die Zeiten schlecht laufen ist es gut ein Polster zu haben.

K. Müller: Sie waren voriges Jahr auf den zweiten Platz in Südafrika. Nun sind sie vierter. Wie können sie dies erklären?


M. Sprengel: Ach das ist kein Problem. Der Markt ist noch jung und die Besucher wollen auch mal andere Parks sehen. Außerdem habe ich ja nicht weniger Besucher als im Vorjahr. Ich habe 20.000 Besucher mehr, aber einige Parks setzen jetzt erst Darlehen ein und können mehr bauen. Da sind die Besucher neugierig und gehen erstmal in diesen Park, aber nächstes Jahr, wenn man nichts neues bauen kann, geht der Ansturm bei den anderen Parks erstmal zurück. Ich sehe es gelassen.

K. Müller: Wie sehen sie sich in den nächsten Jahren, in der Tabelle?

M. Sprengel: Ich sehe mich so als einer der führenden in Südafrika. Vielleicht nicht erster aber zweiter oder dritter könnte drin sein!

K. Müller: Danke Herr Sprengel für das zweite Gespräch.

M. Sprengel: Wie voriges Mal hat es mich sehr gefreut und wenn sie vielleicht wieder ein Gespräch haben wollen dann fragen sie mich einfach!

K. Müller: Werde ich machen. Danke für das Angebot.

Mitglied seit 01.01.70

15.06.2007 um 09:11 Uhr

Der GP Park stellt seinen Gästen nun, den Parkplan für das Jahr 1968. Eine Neuheit ist "The Lake Kimbo" für den totalen Wasserspaß für Jung und Alt.

Hier der Parkplan
http://hostfree.extra.hu/img/1181891497.JPG

Mitglied seit 01.01.70

28.06.2007 um 17:19 Uhr

Focus
Ausgabe Nr. 34

Kommen wir mal zu einem Thema, welches jetzt in den Ferien die Runden dreht. Freizeitparks sind momentan die Besucher Magneten, da man große Abenteuer erleben kann, dafür aber recht wenig Zahlt. Wir haben uns auf den Weg nach Südafrika gemacht und machten halt beim dritt‘ größten Park des Landes. Der GP Park ist seit 1964 im Betrieb und läuft seitdem richtig gut. Wir hatten ein Gespräch mit Michael Sprengel, der Besitzer. Vor ungefähr 5 Jahren hatte der Spiegel ein Interview mit Michael Sprengel. Zu dieser Zeit Arbeitete K. Müller beim Stern und befragte dem Besitzer. Nun arbeitet K. Müller bei uns in der Redaktion.

K. Müller: Herr Sprengel. Wir hatten vor vier Jahren das letzte Gespräch und ich stelle mir die Frage, was sich denn so alles verändert hat ?

M. Sprengel: Ach da hat sich einiges getan.

K. Müller: Das wäre?

M. Sprengel: Zu einem haben wir eine Menge Geld bei der Bank aufgenommen. Ungefähr 10 Mil. Euro. Dadurch konnten wir uns, aber ziemlich Erweitern und seit der letzten Saison haben wir eine Wildwasserbahn. Eine Attraktion die vollkommen neu ist und für viel Spaß sorgt. Diese Attraktion allein hat schon 4,6 Mil. Euro gekostet. Dann z.B haben wir eine Floßfahrt erbaut und wir einer der Ersten die diese Attraktion gekauft und gebaut haben. Hierfür gingen auch um die 4-5 Mil. Euro drauf. Aber das war noch nicht alles. Insgesamt haben wir ungefähr Fahrgeschäfte im Wert von 15-17 Mil. Euro gekauft und das bei einem Darlehen von nur 10 Mil. Euro!

K. Müller: Wow, das hört sich gewaltig an. Hat sich dann viel an den Eintrittspreisen getan? Sie hatten einmal gesagt dass sie auch für Ärmere was bieten wollen und deswegen einen Eintritt von nur 7 Euro verlangten. Das war um die 2-3 Euro weniger bei gleichem Angebot. Wie sieht es jetzt aus?

M. Sprengel: Wir haben momentan Eintrittspreise von 10 Euro. Das ist eigentlich viel, aber wir hatten voriges Jahr noch einen Eintrittspreis von 9,20 und davor noch einen Eintrittspreis von 8,50. Zwar sind das 3 Euro mehr als vor vier Jahren, aber das Angebot an Attraktionen hat sich mehr als verdoppelt. Eigentlich wollten wir den Eintrittspreis bei 9,20 belassen oder vielleicht noch um 5 Cent billiger machen, aber wir haben voriges Jahr ein Darlehen von 6 Mil. Euro genommen. Da müssen wir die Eintrittspreise schon mal erhöhen. Außerdem stellen wir pro Jahr immer wieder neue Mitarbeiter ein, für die ganzen Attraktionen und stellen wir pro Jahr fast ein Mitarbeiter bei der Landschaftspflege, bei Snacks oder bei Souvenirs ein. Vor kurzem sagte uns auch noch eine Regelung, das die Mitarbeiter jetzt das ganze Jahr eingestellt werden müssen, d.h das ich jetzt 5 Monate mehr Lohn zahlen muss. Desweiteren habe ich die Löhne erhoben und die Mitarbeiter zahl ist jetzt auch schon mehr als das Doppelte. Wenn man sich jetzt die zich Aspekte ansieht muss man ja denken, der zahlt viel zu wenig für sein Angebot.

K. Müller: Wow. Das sind 4 ziemlich große Aspekte und jetzt finde ich persönlich den Eintrittspreis auch ziemlich wenig. Aber wie sieht die Zukunft aus.

M. Sprengel: Ach wissen sie. Vor vier Jahren haben wir uns auch über die Zukunft unterhalten und nur die hälfte hat sich bewahrheitet. Andere sind nie passiert oder anders abgelaufen. Ich schaue einfach was passiert. Ich weiß z.B nicht welche Attraktionen auf den Markt kommen, deswegen werden wir sehen, aber ich habe gehört es soll in den nächsten 10 Jahren eine Art Holzachterbahn geben.
Solch eine hätte ich dann gerne in meinen Park.

K. Müller: Naja das glaube ich nicht. Eine Achterbahn aus Holz hört sich für mich ziemlich komisch an, aber egal. Es hat mir Spaß gemacht mit ihnen zu reden.

M. Sprengel: Ganz meiner Seit’s





Focus der 14.6.1971

SSEP

Mitglied seit 07.06.07

28.06.2007 um 22:47 Uhr

Abgesehen davon, dass es den Focus 1971 noch nicht gab... ;-) ein wirklich schönes Interview.

Viel Erfolg in der Zukunft.

Bis bald Beagle

Mitglied seit 01.01.70

02.08.2007 um 13:02 Uhr

South Africa Report
Ausgabe Nr.150

Jeder kennt sie, jeder mag sie. Freizeitparks sind der Renner wenn es um ein Abenteuer geht, aber es gibt auch Schattenseiten in dem eins blühendem Gewerbe. Wo noch vor 10 Jahren bis zu 35 Parks pro Land zurechnen war, gibt es in manchen Ländern nur noch 18. Wir haben mit Michael Sprengel gesprochen, Chef des GP Parks. Er selbst ist mit seinem Park einer Katastrophe entgangen


Reporter: Herr Sprengel. Sie sind einer Katastrophe gegangen. Was meinten sie.

M. Sprengel: Naja ganz ohne Rückschläge sind wir doch nicht davon gekommen. Um ehrlich zu sein ist der GP Park fast pleite gegangen. Nur mit einem ausgeklügelten Plan konnte ich den Park gerade so noch retten.
Leider jedoch musste ich 5 Mitarbeiter entlassen, Preise bei Getränken, Snacks und Hotel erhöhen. Aber das war noch nicht alles. Wir leiteten seit mehr als 20 Jahren einen zweiten Park ohne das es jemand wusste. Der Park war fast so gut wie der GP Park, aber ohne jeden Grund kamen immer weniger in den Park. Ich habe ein Auslandsreise gemacht und als ich zurück kam, hat der Park sogut wie keine Gewinne gemacht trotz super Attraktionen. Dann ein Jahr später war der Park mit 4 Mil. im Minus.
Naja aber Hauptsache ist der GP Park macht jetzt wieder 2 Mil. gewinn. Nicht viel aber besser als letztes, wo wir nur 200.000 Euro gewinn gemacht haben.

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